Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF)

Der Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) wird durch die Verordnung (EU) Nr. 516/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Errichtung des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds, zur Änderung der Entscheidung 2008/381/EG des Rates und zur Aufhebung der Entscheidungen Nr. 573/2007/EG des Europäischen Parlaments und des Rates und der Entscheidung 2007/435/EG eingerichtet.

Das übergeordnete Ziel des Fonds besteht darin, unter uneingeschränkter Wahrung der in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankerten Rechte und Grundsätze zur wirksamen Steuerung der Migrationsströme und zur Umsetzung, Stärkung und Entwicklung der gemeinsamen Asyl-, subsidiären und vorübergehenden Schutzmaßnahmen sowie der gemeinsamen Einwanderungspolitik beizutragen.

Der Fonds trägt zu den folgenden gemeinsamen spezifischen Zielen bei:

a) Stärkung und Entwicklung aller Aspekte des Gemeinsamen Asylsystems, einschließlich seiner externen Dimension;

b) Unterstützung der legalen Migration in die Mitgliedstaaten im Einklang mit ihren wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnissen, wie beispielsweise dem Bedarf des Arbeitsmarktes, unter Wahrung der Integrität der Einwanderungssysteme der Mitgliedstaaten und Förderung der wirksamen Integration von Drittstaatsangehörigen;

c) Förderung fairer und wirksamer Rückführungsstrategien in den Mitgliedstaaten, die zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung beitragen, unter besonderer Berücksichtigung der Nachhaltigkeit der Rückkehr und der effektiven Rückübernahme in die Herkunfts- und Transitländer;

d) die Solidarität und die gemeinsame Verantwortung zwischen den Mitgliedstaaten zu stärken, insbesondere gegenüber den Staaten, die am stärksten von den Migrationsströmen und Asylbewerbern betroffen sind, einschließlich der praktischen Zusammenarbeit.

In Luxemburg ist das Nationale Aufnahmeamt ("Office national de l'accueil", ONA) die für die Umsetzung des AMIF zuständige Behörde. Die Einwanderungsabteilung des Ministeriums für auswärtige und europäische Angelegenheiten und die Abteilung für Integration des Ministeriums für Familie, Integration und die Großregion sind die beauftragten Behörden.

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